Das Petrusamt – Sinn und Wesen

Donnerstag, 22. September 2011 von Br. Matthias Maria

Der Primat (=Vorrangstellung) des Papstes stößt heute bei vielen Menschen auf Widerspruch. Es ist deshalb notwendig, dass wir uns einmal in vertiefter und gründlicher Weise nach den Grundlagen des päpstlichen Primats fragen.

Der Papst hat nach katholischem Verständnis den Primat des Lehramtes, des Priesteramtes und des Hirtenamtes. Er ist also der oberste Lehrer, Priester und Hirte der katholischen Kirche, an dessen Richtlinien und Weisungen sich Priester und Laien zu halten haben.

Petrus wird als Fundament der Kirche erwählt

Der Primat des Papstes gründet zunächst auf der Erwählung des Apostel Petrus. Jesus hat Petrus als Fundament seiner Kirche erwählt: “Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.” (Mt 16,18) Jesus hat Petrus die Vollmacht gegeben, in Glaubens- und Sittenfragen Entscheidungen zu treffen, die dann auch vor Gott Gültigkeit haben. Und da die Kirche immer einen Petrus als Fundament und als Träger dieser Vollmachten brauchen wird, braucht es auch Nachfolger für Petrus, nämlich die Päpste. Diese haben dann auch denselben Vorrang wie einst der Apostel Petrus.

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Priesterausbildung in Deutschland

Freitag, 4. Februar 2011 von Pater Gabriel

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Gebet um die Rückkehr Englands zur Kirche

Montag, 24. Januar 2011 von Pater Gabriel

Morgen am 25. Januar, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus, endet die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Gerade in diesen Tagen erleben wir in dieser Hinsicht historische Momente. Bereits am 4. November des Vorjahres hat Papst Bendikt XVI. in der Apostolischen Konstitution „Anglicanorum Coetibus“ Gruppen der Anglikanischen Kirche ermöglicht, in die volle Gemeinschaft der Katholischen Kirche aufgenommen zu werden, ohne auf die geistliche, liturgische und pastorale Tradition der eignen kirchlichen Gemeinschaft verzichten zu müssen.[1] Am 15. Januar 2011 wurde nun das Personalordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham für England und Wales errichtet und drei frühere anglikanische Bischöfe wurden in der Westminsterkathedrale (London) zu katholischen Priestern geweiht. Diese Ereignisse markieren den Beginn einer größeren Wiedervereinigungsbewegung vieler Anglikaner hin zur Römisch-Katholischen Kirche.

Für uns Passionisten ist gerade die Wiedervereinigung mit der Anglikanischen Kirche ein großes Anliegen. Unser Ordensvater Paul vom Kreuz hatte schon am Anfang seines Berufungsweges geschrieben:

“Ich hatte den Wunsch, dass sich die Irrgläubigen bekehrten, insbesondere England und die benachbarten Länder.”[2]

“Besonders fühlte ich mich angetrieben, für die Bekehrung Englands zu beten. Denn es war mir ein großes Anliegen, dass gerade dort das Banner des heiligen Glaubens aufgerichtet werde…”[3]

50 Jahre lang betete unser Stifter für die Rückkehr Englands zum Glauben der Väter. Am Ende seines Lebens wurde ihm während der Feier der Heiligen Messe eine Vision zuteil, bei der er “seine Söhne in England” sehen durfte, womit er die Passionisten meinte. Mitbrüder wie der Selige P. Domenico Barberi oder der Diener Gottes P. Ignatius Spencer haben diese prophetische Vision zur Erfüllung gebracht.

Bis heute pflegen die Passionisten das Gebet für die „Rückkehr Englands zur Kirche“ nach dem Rosenkranz. Die Ereignisse in England spornen uns an, auch weiterhin intensiv für die volle Gemeinschaft zu beten und unseren gütigen Gott darum zu bitten, dass alle eins sein mögen (vgl. Joh 17,22).

  1. vgl. Anglicanorum Coetibus III. []
  2. Tagebuch, 26.12.1720. []
  3. Tagebuch, 29.12.1720. []

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Katechese von Kard. Christoph Schönborn am Pfingstkongress

Sonntag, 6. Juni 2010 von Pater Gabriel

Dieses Jahr durften wir wieder mit über 60 Jugendlichen am Fest der Jugend in Salzburg teilnehmen. Einen Bericht und Fotos davon gibt es hier >>>

Radio Maria Österreich hat bereits die Katechese von Kard. Christoph Schönborn zur Verfügung gestellt.






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Wir stehen als Toren da um Christi willen (1 Kor 4,10)

Montag, 18. Januar 2010 von Pater Gabriel

Gestern wurde der Gedenktag des heiligen Antonius des Wüstenvaters vom Sonntag liturgisch “verdrängt”. Ein Zitat des Wüstenvaters aus dem 3./4. Jahrhundert kann uns gerade heute zu denken geben.

Der Altvater Antonios sprach: “Es kommt eine Zeit, in der die Leute närrisch werden und wenn sie einen sehen, der kein Narr ist, dann stehen sie gegen ihn auf und sagen: du rasest! Deswegen, weil er ihnen nicht ähnlich ist.[1]

  1. Bonifaz Miller, Weisung der Väter. Apophthegmata Patrum (Trier 2002) 21. []

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Das Kreuz – Zeichen unserer Entscheidung!?

Montag, 16. November 2009 von Pater Gabriel

Das sogenannte „Kreuz-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Straßburg überrascht nur wenig. Es ist eine konsequente Fortführung der zunehmenden Säkularisierung in Europa und der Abdrängung der Religion, mit Verlaub, vornehmlich der christlichen, in den Privatbereich.

Die Straßburger Richter sollten jedoch folgendes bedenken, da weitere ähnliche Fälle in Zukunft folgen werden. Das Fundament auf dem das derzeitige demokratische Rechtssystem in Europa ruht, wäre ohne die Christianisierung niemals zustande gekommen. Erst das Christentum brachte in Europa ein Umdenken in der Rechtssprechung, eine Hinwendung zum Menschlichen und eine Zuwendung zu den Unterdrückten und Armen. Auf diesem Fundament ruht unsere gesamte Gesellschaft auf. Dieses Fundament nun abzureißen wird sicherlich nicht ohne Folgen bleiben.

Es geht bei dem Urteil nicht primär um zwei gekreuzte Stück Holz an einer Wand. Es geht darum diesem ganzen Wertesystem, das sich für uns Christen dahinter verbirgt, eine Absage zu erteilen. Machen wir es ganz konkret fest. Ein sterbenskranker Mensch liegt in einem, nach dem Straßburger Urteil, dem Kreuz entleerten Raum. Der Kranke wird nun nicht mehr auf das Kreuz blicken, sondern auf eine weiße Wand und wenn er Glück hat vielleicht auf eine schön impressionistisch dargestellte Landschaft, welche er niemals mehr erleben wird. Wir haben als Gesellschaft diesem kranken Menschen nur mehr eine weiße Wand oder eine Illusion anzubieten, eine der Werte und der Würde entleerte „Menschlichkeit“.

Ebenso in den Schulen. Was bieten wir diesen Kindern und Jugendlichen nun als „neues“ Wertesystem, als neue „Frohe Botschaft“. Eine weiße Wand wird für die drängenden Fragen der Zukunft da nicht ausreichen. So drängt sich hier auch die von Papst Benedikt an die Jugendlichen der Welt gerichtete Frage auf: „Was werdet ihr der nachfolgenden Generation hinterlassen?“.

Lesen Sie hier die Stellungnahme der Österreichischen Bischofskonferenz weiter >>>

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Die Wüstenjahre der Kirche

Mittwoch, 28. Oktober 2009 von Pater Gabriel

“Die Staatsgrenzen der DDR waren nie die Grenzen der Diözesen. Christen waren all die Jahre ein lebendiger Protest in einem unmenschlichen System.”

Joachim Kardinal Meisner hat einen sehr persönlichen und wunderbaren Kommentar zum 20 jährigen Jubiläum des Mauerfalls in der „Welt“ veröffentlicht. Er vergleicht darin die Kirche in der DDR mit dem Volk Israel, welches vierzig Jahre durch die Wüste wandert und am Ende in das gelobte Land einziehen darf.

Der Mut und die Courage, welche damalige Christen gegen das unmenschliche Regime aufbrachten, können auch uns heute als Vorbild dienen, um in unserer Zeit für den Glauben und christliche Werte einzutreten. Es sind nicht die großen Demonstrationen oder Kundgebungen, welche vonnöten sind, sondern die Christen sollen „durch ihren Kurs des Nicht-Mitmachens ein lebendiger Protest gegen das ganze System“ heute wie damals sein.

Den Auftrag der Kirche beschreibt der Kardinal folgendermaßen: „Die Berufung der Kirche besteht darin, Christus in einer Gesellschaft berührbar zu machen.“ Die Kirche, dazu gehört jeder Getaufte, kann nur dort lebendig sein, wo wir uns selbst von Christus berühren lassen und dieses Berührtsein auch an unsere Mitmenschen weitergeben. „Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?“ (Röm 10,14).

Lesen Sie hier den gesamten Artikel weiter >>>

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Wo bleibt der Spaß in der Spaßgesellschaft?

Mittwoch, 20. Mai 2009 von Pater Gabriel

Dürfen wir Christen keinen Spaß haben? Gibt es für leidende und kranke Menschen überhaupt einen Platz in der Spaßgesellschaft? Von welcher “vollkommenen Freude” spricht Jesus zu uns im Evangelium? In einem Morgenimpuls geht unser Provinzial diesen und weiteren Fragen nach. weiter >>>

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Abraham glaubte Gott…

Sonntag, 26. April 2009 von Pater Gabriel

“Der Glaube ist doch nur ein Fürwahrhalten von nicht beweisbaren Glaubenssätzen. – Ich glaube nur, was ich sehe!” So bekommen wir Christen oft zu hören. Unser Glaube aber ist mehr – Er ist die Antwort auf die Selbstoffenbarung des liebenden Gottes. Zu diesem Thema können Sie einen Morgenimpuls von unserem Provinzial P. Gregor Lenzen hier herunterladen bzw anhören.

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Brief von Papst Benedikt XVI. an die Bischöfe der Weltkirche

Donnerstag, 12. März 2009 von Pater Gabriel

benedikt_xviAm 21. Januar hat Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation von vier Bischöfen der Piusbruderschaft aufgehoben. Eine versöhnende Geste sollte es sein. Doch diese wurde völlig missverstanden und uminterpretiert. Medial kam es zu vielen falschen Berichten und Verleumdungen gegen den Nachfolger Petri.

Unserem Heiligen Vater war es nun ein Herzensanliegen sich an die Bischöfe in aller Welt zu wenden, um nochmals über die Vorkommnisse der letzten Wochen zu berichten und offene Fragen zu klären. Den Brief können Sie hier nachlesen >>>

Unser Stifter Paul vom Kreuz betete täglich für den Heiligen Vater. So beten auch wir Passionisten jeden Tag, nach dem Rosenkranz, für den Stellvertreter Christi auf Erden. Schließen auch Sie sich unseren Gebeten an, um die Kritiker tiefer blicken zu lassen, damit sie die wahren Absichten des Heiligen Vaters verstehen.

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