IX. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
Freitag, 7. März 2008 von
Pater Gabriel
Wenige Meter vor dem Ziel der Henkersknechte bricht Jesus erneut zusammen. Viel schwerer und schmerzlicher als zuvor ist dieser Sturz. Das Kreuz trifft unseren Herrn und Heiland mit voller Wucht und drückt Ihn zu Boden. Erschöpft, todgeglaubt, bleibt Er liegen.
Wer von uns kennt nicht diese Situation? Man schenkt soviel Liebe und bekommt nichts als Ablehnung. Man gibt alles her, behält nichts für sich zurück, aber die Liebe wird nicht erwidert. So viel Liebe, so wenig Gegenliebe – Jetzt ist es genug! – Ich kann nicht mehr! Mit letzter Kraft versucht Christus wieder aufzustehen. Er kann nicht liegen bleiben, Seine Liebe hat keine Grenzen. Seine Liebe ist „unmenschlich“. Vereint mit Ihm können wir lieben, ohne Ihn wird unsere Liebe trocken, wie der Staub auf den Straßen Jerusalems. —
Als Christus versucht aufzustehen hört man Ihn gleichsam sagen: „Komm, der du unter der Last des Kreuzes liegst. Hier ist meine Hand. Mit letzter Kraft und Liebe reiche ich sie dir. Reiche mir deine Hand, ich will dich befreien. Meine Jünger sind frei, keine Sklaven der Sünde. Komm, die Liebe hört niemals auf.“
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