Christkönigsfest (Mt 25,31-46)

Sonntag, 20. November 2011 von Pater Gabriel

christkoenig.jpgDer heutige Christkönigssonntag stellt das Ende des Kirchenjahres dar. Das Christkönigsfest ist ein sehr junges Fest. Es wurde erst 1925 von Papst Pius XI. eingesetzt und stellt uns die wahre Königsherrschaft Christi vor Augen. Speziell die katholische Jugend konnte sich in den zahlreichen Prozessionen und Feierlichkeiten rund um dieses Fest entschieden dem wahren König des Himmels und der Erde zuwenden, entgegen nationalsozialistischer Ideologien.

Im Evangelium begegnet uns Christus heute zunächst als Richter über Gute und Böse. Wenn wir einen Blick in die vielen Kirchen und Kapellen unseres Landes werfen, dann finden wir unzählige Darstellungen, welche uns dieses „Ereignis” bildlich nahe bringen und ebenso auch in Erinnerung rufen wollen. Das letzte Gericht, der jüngste Tag, wird uns in teils erschreckenden Bildern dargeboten. Wie aber wird sich das Gericht vollziehen? Was erwartet uns am Ende unseres Lebens? – Wir werden der Liebe begegnen, der absoluten Liebe! In dieser Liebe werden wir unser ganzes Leben in einem neuen Licht sehen. In dieser Liebe wird alles offenbar. Es wird keine Masken und Schminke mehr geben. Der Blick, der uns im Gericht trifft, wird nicht strafend sein, er wird voller Liebe sein, und in diesem Blick erkennen wir, wer wir wirklich sind. Wir werden eingehen in diese Liebe, oder nie mehr diese Liebe spüren.

In den weiteren Versen begegnet uns Christus als unser geringster Bruder, unsere geringste Schwester. „Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen … Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.”

Bitte denken wir jetzt nicht sofort an die großen Werke einer seligen Mutter Teresa von Kalkutta oder einer heiligen Elisabeth, sondern denken wir an die vielen kleinen Möglichkeiten in unserem Alltag einem Menschen, der uns vielleicht nicht so sympathisch ist, Gutes zu tun. Einen freundlich Blick zu schenken, einmal ein Lob auszusprechen, ein Wort des Trostes zu sagen, oder einfach nur zuzuhören. Vieles können wir für unseren Nächsten tun, denn es ist immer Christus, der mit seinem liebenden Blick nach unserer Gegenliebe verlangt.

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Sel. Grimoaldo Santamaria

Freitag, 18. November 2011 von Br. Matthias Maria

Heute feiern wir den Gedenktag des Sel. Grimoald von der Purifikation (Ferdinand Santamaria). Er wurde am 4. Mai 1883 in Pontecorvo (Frosinone) geboren. Seine Eltern, Paolo und Cecilia, ließen ihn am folgenden Tag auf den Namen Ferdinando taufen. Sie hatten ein kleines Geschäft zur Seilherstellung und waren ein sehr frommes Ehepaar, daher ließen sie den kleinen Ferdinando bereits im ungewöhnlichen Alter von fünf Monaten firmen. In jungen Jahren schon diente Ferdinando am Altar und war Mitglied in der Bruderschaft zur Unbefleckten Empfängnis.
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Eine Viertelstunde vor dem Allerheiligsten

Mittwoch, 9. November 2011 von Br. Matthias Maria

Anregungen des hl. Antonius Maria Claret

Pater Claret (1807 – 1870), später Erzbischof von Kuba, gründete die Missionsgemeinschaft der Söhne, des Unbefleckten Herzens Mariens – der Claretiner. Die folgenden Texte des Heiligen wurden ausgewählt und herausgegeben vom Pastoralamt der Erzdiözese Wien 1988.

Pater Claret benützt die persönliche Form, indem er Jesus zu jedem einzelnen sprechen lässt.

„Es ist nicht nötig, viel zu wissen, um mir zu gefallen – es genügt, dass du mich sehr liebst. Sprich hier also einfach mit mir, wie du mit deinem engsten Freund sprechen würdest.

Musst du mich für jemanden um etwas bitten?

Nenne mir seinen Namen und sage mir dann, was du möchtest, das ich jetzt für ihn tun soll. Erbitte viel! Zögere nicht, zu bitten. Sprich zu mir auch einfach und aufrichtig von den Armen, die du trösten willst; von den Kranken, die du leiden siehst; von den Verirrten, die du sehnlichst auf den rechten Weg zurückwünschest. Sag mir für alle wenigstens ein Wort. Den Rest des Eintrags lesen »

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Gedanken über den Tod

Freitag, 4. November 2011 von Br. Matthias Maria

Nicht nur die Natur, sondern auch die christlichen Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen erinnern uns in diesen Tagen ans Sterben und an den Tod. Und es ist heilsam, sich zwischendurch auch Gedanken über den Tod zu machen, denn das hilft uns, unser Leben besser zu leben.

P. Gregor Lenzen CP hat einen Impuls über dieses Thema in Radio Horeb gehalten. Diesen können Sie hier anhören bzw. herunterladen.

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Eine außergewöhnliche Heiligkeit in einem gewöhnlichen Leben

Donnerstag, 3. November 2011 von Pater Gabriel

Als drittes von fünf Kindern wurde Luigi in Trebbio di Poggio Berni (Romagna) am 29. April 1869 geboren. Liebevoll wurde er in der Familie „Gigino“ genannt. Die Taufe erhielt er noch am selben Tag, an dem er das Licht dieser Welt erblickte. Die Eltern, Giuseppe Campidelli und Filomena Belpani, waren einfache Bauern, gewöhnt an die Arbeit auf dem Feld und sehr gottesfürchtig. Mit der Familie lebte auch der Onkel Michele, der zum Leidwesen aller das Fluchen nicht lassen konnte. Luigi erschrak jedes Mal, wenn der Onkel seine Zunge nicht im Zaum halten konnte, und betete für ihn. Später, als er schon bei den Passionisten eingetreten war, setzte er das Gebet für seinen Onkel fort und der Herr schenkte ihm einmal die Freude zu erfahren, dass der Onkel nun nicht mehr flucht.

Schon als kleines Kind ging er jeden Sonntag mit den Eltern zur Heiligen Messe und sprach später mit seiner Mutter über die Predigt. Mit fünf Jahren empfing er daher schon die Firmung und mit 10 Jahren die erste Heilige Kommunion. Er war ein „Lausbub“ wie jeder andere, doch von Herzen gut. Für alle seine Lieben betete er viel, speziell für den Vater, der starb als er sechs Jahre alt war. Jeden Tag ging er fünf Kilometer zu Fuß in die Heilige Messe und wenn er nach Hause kam, dann gab er für seine Freunde Katechismusunterricht. Wurde er von jemandem wegen seiner Frömmigkeit verlacht, dann schenkte er ihm umso mehr Aufmerksamkeit und Beachtung. Vor allem der Mutter vielen diese guten Neigungen auf und sie unterstützte ihn tatkräftig dabei. Immer wieder suchte sie wegen Luigi Rat bei ihrem Bruder Don Filippo. Den Rest des Eintrags lesen »

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Hinweise für Allerseelen

Dienstag, 1. November 2011 von Pater Gabriel

Von Allerheiligen mittags bis 8. November kann täglich einmal ein vollkommener Ablass für die Verstorbenen gewonnen werden.

Bedingungen:

1. Beichte, wobei eine zur Gewinnung mehrerer vollkommener Ablässe genügt; entschlossene Abkehr von jeder Sünde; Kommunionempfang und Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters (diese Erfordernisse können mehrere Tage vor oder nach dem Kirchen- bzw. Friedhofsbesuch erfüllt werden)

2. Daneben sind erforderlich:

a) am Allerseelentag (auch am 1. November ab 12 Uhr):

Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, Vaterunser und Glaubensbekenntnis (in Hauskapellen können nur die zum Haus Gehörenden – Schwestern, Bewohner, Angestellte – den Ablass gewinnen); oder

b) vom 1. bis zum 8. November:

Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen. Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablass für die Verstorbenen. Ein solcher kann in diesen und auch an den übrigen Tagen des Jahres durch Friedhofsbesuch wiederholt gewonnen werden.

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