Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus

Dienstag, 29. Juni 2010 von Frater Gabriel

Heute, am Hochfest der heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus, gedenken wir auch des Namenstages unseres Gründers Paul vom Kreuz. Speziell an diesem Tag wollen wir diese großen Heiligen in den so vielfältigen Anliegen der Kirche und unserer Kongregation um ihre Fürsprache bitten.

Der heilige Paul vom Kreuz pflegte einen Tag nach seinem Namenstag eine besondere Übung. Er nannte sie die „Fastenzeit unserer lieben Frau“. 40 Tage bereitete er sich auf das Hochfest Mariä Himmelfahrt vor und verzichtete z.B. vollständig auf Obst. Heute mag uns dies nicht besonders asketisch vorkommen, doch für die damalige Zeit in Italien war dies ein großer Verzicht. Keinerlei Nachtisch oder Süßspeisen zierten den klösterlichen Tisch und so bildete Obst die einzig süße Abwechslung im Speiseplan. Zudem war Obst das Einzige, was der Heilige in den letzten Jahren seines Lebens noch halbwegs vertragen konnte. Aufgrund der vielen Missionen und asketischen Übungen war sein Magen schwer angeschlagen. Doch niemals unterließ er das Fasten zu Ehren der Muttergottes. Auch außerhalb dieser Fastenzeit, wenn ein Mitbruder ihm ein Stück Obst reichte, so dankte er für diesen Liebesdienst, aß jedoch nur ein Stückchen, um den Bruder nicht zu kränken und ließ den Rest übrig.[1]

Auch auf die anderen Marienfeste bereitete sich der Heilige in besonderem Maße vor. Er betete z.B. täglich den gesamten Psalter oder verschiedene Novenen. An Abtötung ließ er es ebenso nicht mangeln, um besondere Gnaden vom Himmel her zu erbeten.

Das Fasten hat in der Kongregation der Passionisten somit schon eine lange Tradition. Für Paul vom Kreuz war es eines der geeignetsten Mittel um den Geist zu Gott zu erheben.[2] Unter Hinweis auf die heiligen Väter und Kirchenlehrer schreibt er in  der Ordensregel: “Wir halten es für unnötig, hier noch etwas beizufügen, um die mannigfachen Vorzüge dieser heilsamen Übung und ihr hervorragendes Verdienst hervorzuheben.”[3] Von 1728 bis 1746 verzichteten die ersten Passionisten völlig auf Fleisch. An Hochfesten waren Milchprodukte und Eier gestattet und ebenso den Kranken wurden sie zur rascheren Genesung gereicht. Paul vom Kreuz gestatte dies ebenso den Konventen, welche nicht nahe genug am Meer lagen und daher keinen Fisch hatten. Die schwer arbeitenden Laienbrüder fasteten nur am Mittwoch, Freitag und Samstag.

Von 1746 bis 1785 hielt man an dieser strengen Regelung zumindest im Advent und in der Fastenzeit fest. In der restlichen Zeit des Jahres waren drei Fasttage in der Woche vorgesehen, an denen man nur mittags aß und am Abend etwas Brot, Wein und Obst oder Gemüse zu sich nahm. Zum Ausgleich wurde an den Donnerstagen und zu den Festen zu Mittag und zu Abend etwas mehr gereicht. Ab 1769 wurden Milchprodukte dreimal in der Woche erlaubt.  Paul vom Kreuz, der immer verstand strenge Askese mit Milde zu vereinen, gewährte den Studenten und jenen, welche an „Schwäche litten“, am Morgen etwas Brot und Wein zu sich zu nehmen. 1785 erlaubte Papst Pius VI. Fleischspeisen außerhalb der Fasttage, da er um die junge und segensreiche Kongregation fürchtete. Erst 1906 wurden Eier und Milchprodukte außerhalb der Fasttage zum Verzehr erlaubt.
Die aktuellen Konstitutionen unserer Kongregation sehen das Fasten und die Abstinenz „am Freitag und mindestens an zwei weiteren Tagen in der Woche“[4] vor.

  1. Vgl. Vincent STRAMBI, The life of the blessed Paul of the cross. Founder of the congregation
    of the barefooted clerks of the most Holy Cross and Passion of Jesus Christ. VOL. II/Book II (1853) 117f. []
  2. Vgl. Fabiano GIORGINI, La Congregazione della Passione di Gesù. Sguardo storico della spiritualità, organizzazione, sviluppo (Roma 2006) 81. []
  3. Regel und Konstitutionen der Kongregation der unbeschuhten Kleriker vom Heiligsten Kreuz und Leiden unseres Herrn Jesus Christus (1775) 47. []
  4. Konstitutionen der Kongregation vom Leiden Jesu Christi (Rom 1984) Nr. 59. []

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Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

Dienstag, 15. Juni 2010 von Br. Matthias Maria

Schlicht gesagt: es geht darum, was es heißt, Jesus zu kennen und ihm zu folgen. Vortrag von Dr. Johannes Hartl.

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Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat

Dienstag, 15. Juni 2010 von Br. Matthias Maria

11. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C – Lk 7,36-8,3. Auslegung mit Pater Hans Buob.

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Gedenktag des seligen Lorenzo Salvi – ein „Missionar des Jesuskindes“

Samstag, 12. Juni 2010 von Frater Gabriel

Lorenzo Salvi ist ein Mann, welcher sein Leben in den Dienst Gottes gestellt hat. Zu Recht erhielt er das Attribut „immer in Bewegung“. Vor allem zeichnete er sich durch Milde und Demut aus, welche er in der Schule des Jesuskindes und der Familie von Nazareth gelernt hat.

Er wurde am 30. Oktober 1782 in Rom im Palazzo der Grafen von Carpegna in aristokratischem Umfeld geboren. Noch am selben Tag wurde er auf den Namen Laurentius Cajetanus Maria getauft. Seine Eltern waren Antonio und Marianna Biondi. Einen Monat nach seiner Geburt starb die Mutter, was gottseidank kein Trauma beim kleinen Lorenzo hinterließ. Seine Ausbildung begann er im nahegelegenen Collegio Romano, welches vom hl. Ignatius von Loyola gegründet wurde. Er lernte dort zusammen mit dem hl. Kaspar di Bufalo, dem Gründer der Missionare vom Kostbaren Blut und Mauro Cappellari, dem späteren Papst Gregor XVI.

Mit 19 Jahren, am 14. November 1801, trat er bei den Passionisten ein und erhielt den Namen Lorenzo Maria vom hl. Franz Xaver. Die Kongregation hatte er durch den hl. Bischof Vinzenz Maria Strambi (1745-1824) kennengelernt, welcher die erste Biographie über unseren Stifter Paul vom Kreuz verfasst hat. Ebenso war dieser der Seelenführer der sel. Anna Maria Taigi und des hl. Kaspar di Bufalo. Das Noviziat machte Lorenzo am Monte Argentario im Noviziatshaus San Giuseppe, welches im Juli 1761 eröffnet wurde und den Novizen ein den Wünschen des Gründers entsprechendes einsames und zurückgezogenes Ambiente bot.[1] Dort legte er am 20. November 1802 die ewigen Gelübde ab. Am 29. Dezember 1805 empfing Lorenzo in Rom die Priesterweihe.

1808 fiel Napoleon in den Kirchenstaat ein. Durch das napoleonische Dekret wurden die damaligen Orden unterdrückt und aufgehoben. So musste auch Lorenzo von 1811 bis 1814 in den kleinen Konvent von Pievetorina (Provinz Macerata, Marken) fliehen, da auch er den Treueeid auf den Kaiser verweigerte. 1815 kehrte er wieder nach Rom zurück. Er hatte viele Ämter in der Kongregation inne, darunter auch das Amt des Rektors im Generalat Santi Giovanni e Paolo in Rom, wo sein Stellvertreter der spätere sel. Domenico Barberi war. Lorenzo verstand es, das kontemplative und aktive Leben zu verbinden, welches den Passionisten aufgetragen ist. Er war ein unermüdlicher Missionar, hervorragender geistlicher Begleiter und ebenso ein ausgezeichneter Organist. Viele Menschen suchten ihn in ihren Leiden auf und schätzten seinen Eifer und seine Umsicht. Über 260 fruchtbare Volksmissionen wurden von ihm geleitet und als Prediger wurde er von allen Ständen gerne gehört. Sein Wort war wirkungsvoll, da es begleitet wurde von einem heiligen Leben und zahlreichen Wundern.

Sein Charakteristikum war die zärtliche Verehrung des göttlichen Kindes, welches ihm im Jahre 1812 in Pievetorina erschien und ihn von einer schweren Krankheit heilte. Dieser Moment, das Mysterium von Bethlehem, „das süßeste und lieblichste der Mysterien“, verwandelte die Gesinnung seiner Askese, seine persönliche Mystik, sein Apostolat und auch seine Schriften. Um die Verehrung des göttlichen Kindes zu verbreiten legte er noch zusätzlich zu den vier Gelübden der Passionisten ein persönliches ab und verfasste zahlreiche Schriften und Bücher. Mit einem Bild des göttlichen Kindes, welches er liebevoll „mein süßer kleiner Herrscher“ nannte, wirkte er nicht wenige Wunder. Er wurde „Missionar des Jesuskindes“ genannt. Bethlehem, so sagte er, ist „die Grundschule jeder Tugend“. Lorenzo lebte und verkündete die „Seligpreisung der Kleinen und Unmündigen“, denen Christus die „Geheimnisse des Himmelreiches“ offenbart (vgl. Mt 11,25). Der „kleine Weg der geistlichen Kindschaft“, welcher später von der hl. Teresa von Lisieux beschritten wird, ist die Antwort Lorenzos auf die kulturelle und soziale Herausforderung seiner Zeit, welche andere Kategorien und Werte proklamierte.

Auch heute noch werden „Jesukinder“ verehrt, welche durch den Seligen hergestellt wurden. Ein Exemplar befindet sich in unserem Generalat in Rom, gegenüber der Sterbezelle des Stifters. Er schrieb auch eine Anleitung darüber wie diese herzustellen sind. Lorenzo gründete auch die Vereinigung „Drappello della Sacra Culla“, was soviel bedeutet wie die Schar der Heiligen Wiege, für die er auch ein eigenes Statut verfasste.
Als der Geist der Aufklärung erwachte und bereits vielen die Vernunft verdunkelte, sprach Lorenzo von einem Gott, der aus Liebe menschliche Natur annahm und ein kleines Kind wurde, um alle auf den Weg der Einfachheit des Herzens zu rufen.

1856 folgte er gehorsam dem Ruf seines Oberen sich nach Capranica bei Vetralla zu begeben, um einige Kranke zu besuchen, welche nach seinem Segen verlangten. Er ging, machte aber darauf aufmerksam, dass er nicht länger als drei Tage dort sein werde. Angekommen am 9. Juni 1856 empfing er die Besucher, hörte Beichte, segnete die Kranken und tröstete die Leidenden. Am 12. Juni starb er an einem Schlaganfall.

„Wir haben unseren Heiligen verloren“, sagten die Menschen, während sie versuchten Reliquien von ihm zu bekommen. Bevor Lorenzo in seinen Konvent zurückgebracht werden konnte, musste er auf Drängen der Einwohner in einer Prozession durch die Stadt getragen werden. Die Wachen hatten Mühe den großen Menschenandrang im Zaum zu halten.

Lorenzo wurde im Konvent San Angelo in Vetralla beigesetzt (Das Bild oben zeigt sein Grab). Papst Johannes Paul II. sprach ihn am 1. Oktober 1989 selig.[2]

Einen Vortrag über sein Leben können Sie hier anhören bzw. herunterladen >>>

  1. Vgl. Fabiano GIORGINI, La Congregazione della Passione di Gesù. Sguardo storico della spiritualità, organizzazione, sviluppo (Roma 2006) 27. []
  2. Quelle: Vgl. http://www.passiochristi.org/IT/IT.htm; Abruf am 12. Juni 2010. []

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Katechese von Kard. Christoph Schönborn am Pfingstkongress

Sonntag, 6. Juni 2010 von Frater Gabriel

Dieses Jahr durften wir wieder mit über 60 Jugendlichen am Fest der Jugend in Salzburg teilnehmen. Einen Bericht und Fotos davon gibt es hier >>>

Radio Maria Österreich hat bereits die Katechese von Kard. Christoph Schönborn zur Verfügung gestellt.






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Er ist ein Begleiter, den wir dringend brauchen.

Samstag, 5. Juni 2010 von Frater Gabriel

In dieser Woche haben wir das Hochfest des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesus Christus gefeiert. Vielerorts findet erst morgen die Fronleichnamsprozession statt. Grund genug, um wieder vertieft über das Geheimnis der Eucharistie nachzudenken.

In einfachen Worten erklärte Papst Benedikt einem Erstkommunionkind den Nutzen der Heiligen Messe und der Kommunion: „Es dient dazu, die Mitte des Lebens zu finden. Wir sind in unserem Leben von so vielen Dingen umgeben. Und die Menschen, die nicht in die Kirche gehen, wissen nicht, dass ihnen gerade Jesus fehlt. Aber sie fühlen, dass in ihrem Leben etwas fehlt. Wenn Gott in meinem Leben nicht gegenwärtig ist, wenn Jesus aus meinem Leben ausgeschlossen ist, dann fehlt mir ein Begleiter, mir fehlt eine wesentliche Freundschaft, mir fehlt auch die Freude, die sehr wichtig ist im Leben. Auch die Kraft, als Mensch zu wachsen, meine Fehler zu überwinden und menschlich zu reifen. Also, wenn wir zur Kommunion gehen und Jesus begegnen, sehen wir nicht sofort die Wirkung; man sieht sie mit der Zeit. So wie man im Lauf der Wochen, der Jahre immer stärker Gottes Abwesenheit, Jesu Abwesenheit spürt. Es ist eine grundlegende und zerstörerische Lücke. Ich könnte jetzt leicht von den Ländern sprechen, in denen jahrelang der Atheismus geherrscht hat, wie er die Seelen und auch das Land verwüstet hat. Da können wir sehen, dass es wichtig, ja, ich würde sagen, grundlegend ist, sich in der Kommunion von Jesus zu nähren. Denn er ist es, der uns Licht schenkt, der uns in unserem Leben führen will, er ist ein Begleiter, den wir dringend brauchen.“

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Dreifaltigkeit – Geheimnis der Liebe

Mittwoch, 2. Juni 2010 von Br. Matthias Maria

Warum ist Gott Dreifaltig, wenn es doch nur einen Gott gibt? Welches Wesen hat Gott? Ist Gott wirklich ein Gott der Liebe?

P. Hans Buob SAC gibt in leicht verständlicher Weise Antworten auf diese und viele andere Fragen. Der Vortrag wurde in Radio Horeb ausgestrahlt.

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Tagesimpuls

Mittwoch, 2. Juni 2010 von Br. Matthias Maria

Wir freuen uns Ihnen zwei Impulse von unserem Provinzial P. Gregor Lenzen zum Anhören bzw. Herunterladen anbieten zu können.

Tagesimpuls I – Gedanken über das Thema Freude

Tagesimpuls II – Gedanken über das christliche Verständnis von Gehorsam

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