Führe also dein Herz immer wieder in die Einsamkeit…

Dienstag, 25. November 2008 von Pater Gabriel

franz_von_sales.jpgUnser Gründer, der heilige Paul vom Kreuz, hat viel von der Lektüre der Schriften des heiligen Franz von Sales profitiert. Im 12. Kapitel des zweiten Teiles der Philothea schreibt der heilige Bischof von Genf über die geistliche Einkehr:

„Sooft es dir tagsüber möglich ist, rufe deinen Geist in die Gegenwart Gottes zurück. Denke an das, was Gott tut und womit du dich beschäftigst. Du wirst sein Auge auf dir ruhen sehen, das mit unbeschreiblicher Liebe ständig auf dich gerichtet ist. Warum, mein Gott, wirst du sagen, blicke ich nicht ständig auf Dich, wie Du immer auf mich schaust? Warum denkst Du so oft an mich, Herr, und ich denke so selten an Dich? Wo bist du, meine Seele? Deine wahre Heimat ist Gott; wo aber sind wir tatsächlich?

Die Vögel haben ihre Nester auf den Bäumen, um sich dorthin zurückzuziehen, wenn sie dessen bedürfen; der Hirsch hat sein Gebüsch und sein Dickicht, in dem er sich verbirgt und vergräbt und im Sommer der Kühle des Schattens erfreut. So muss auch unser Herz sich jeden Tag irgendeinen Platz suchen, den Kalvarienberg, die Wunden des Herrn oder einen Ort nahe bei ihm, um sich dorthin inmitten der äußeren Arbeiten bei jeder Gelegenheit zurückzuziehen, sich dort zu stärken und zu erholen und sich wie in einer Festung gegen die Versuchung zu verteidigen. Glücklich eine Seele, die in Wahrheit zum Herrn sagen kann: „Du bist meine Zuflucht, mein Schutzwall, mein Dach gegen den Regen, mein Schatten gegen die Hitze” (Ps 31,3 ; Sir 34,19).

Führe also dein Herz immer wieder in die Einsamkeit, während du nach außen hin im Gespräch oder bei Geschäften bist. Diese geistige Einkehr kann in keiner Wiese durch die Gegenwart vieler Menschen verhindert werden; sie umgeben dich ja nur äußerlich, während dein Herz ausschließlich in der Gegenwart des alleinigen Gottes bleibt.” [1]

  1. Franz von Sales: Philothea: Eichstätt/Wien: Franz Sales Verlag 1995, S. 85ff. []

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“Wenn dein Bruder sündigt…”; 23. So. i. JK.

Sonntag, 7. September 2008 von Pater Gabriel

Einen wunderbaren Kommentar zum heutigen Sonntagsevangelium vom Prediger des päpstlichen Hauses, P. Raniero Cantalamessa OFM Cap., können Sie hier nachlesen.

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“Bittet und es wird euch gegeben”; 21. So. i. JK.

Sonntag, 24. August 2008 von Pater Stefan

Ich habe gebetet, doch bin nicht erhört worden .“ Diese Klage dürfte wohl jeder kennen. Wir falten die Hände und bitten Gott um Hilfe gemäß dem Herrenwort: „Bittet und es wird euch gegeben.“ (Mt 7,7) Doch die Erhörung lässt bisweilen auf sich warten. Unter diesem Problem bzw. mit dieser Frage haben die Christen sich immer auseinandersetzen müssen, auch der Apostel Paulus. Dieser schreibt fast poetisch im heutigen Römerbrief: „O Tiefe des Reichtums der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege.“ (Röm 11,33) Was ist mit diesem Gott, der immer das Gute will und es uns dann, wenn wir es wünschen, nicht gibt? Paulus beantwortet es mit der Unergründlichkeit von Gottes Ratschluss, denn „wer hat die Gedanken des Herrn erkannt.“ (Röm 11,34) Wir werden es wohl nie ganz verstehen, warum unsere Gebete manchmal erhört werden und manchmal auch nicht. Aber vielleicht haben wir ebenso im Nachhinein auch erlebt: „Gut, daß mein Wunsch damals nicht in Erfüllung ging.“ Wirkliche Liebe erlaubt auch in der Kindererziehung nicht jeden Wunsch. Wie uneinsichtig und trotzig können diese reagieren, wenn deren Vorstellungen und Wünsche unerfüllt bleiben. Kinder wissen eben nicht im Vorhinein, was gut  für sie ist bzw. was sie in ihrem Reifungsprozess benötigen. Dasselbe gilt auch für uns alle als Gottes geliebte Kinder. Paulus vertraut auf die göttliche Pädagogik darum: „O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes. Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege. Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt.“ (Röm 11,33f) Den Rest des Eintrags lesen »

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Übergabe der Goldenen Rose an die Gnadenmutter zu Altötting

Freitag, 15. August 2008 von Pater Stefan

altottinger-goldene-rose.jpgRosen zählen für viele zu den Lieblingsblumen. Rosen sind zweifellos die edelsten Vertreter im Reich der Flora. Diese Königin der Blumen wird gerne mit der Muttergottes in Verbindung gebracht. In der Lauretanischen Litanei grüßen wir Unsere liebe Frau als Rosa mystica, als geheimnisvolle Rose. Bei aller Schönheit besitzt jede Rose Dornen. Im Gegensatz zur Pflanzenwelt ist jedoch „Maria die Rose ohne Dornen“ (vgl. 2. Strophe vom Marienlied: Meerstern, ich Dich grüße). Ihr fehlt selbst die kleinste stechende Spitze, sie ist völlig makellos, denn Maria ist die Immakulata. Immakulata bedeutet: Unbefleckte. Maria blieb ohne die Dornen der Sünde, damit sie für denjenigen, der ohne Sünde ist, eine würdige Wohnung bietet. Aus dieser Rosa mystica sollte der Erlöser herauswachsen, Christus, der Sohn Gottes selbst. Deshalb ist die Bezeichnung Rosa mystica für Maria ein sehr schöner und theologisch tiefer Ehrentitel, der das Mysterium der Unbefleckten Empfängnis und der Menschwerdung Gottes berührt.

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Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

Sonntag, 29. Juni 2008 von Pater Stefan

statuesque.jpgGestern Abend eröffnete der Hl. Vater das Paulusjahr, welches an den 2000jährigen Geburtstag des Völkerapostels erinnern will. In der II. Lesung des heutigen Hochfestes  resümiert der Apostel Paulus: „Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören“ (2 Tim 4,17). Seiner Heidenmission verdanken wir es, dass das Christentum sich nicht zu einer jüdischen Sekte, sondern zu einer Weltreligion entwickeln konnte. Im 1. Brief an seine gegründete Christengemeinde in Korinth dankt der ehemalige Christenverfolger: „Doch durch die Gnade Gottes bin ich was ich bin“ (1 Kor 5,10). Gerade bei ihm sehen wir gut, für Gott gibt es keine „hoffnungslose Fälle“. Weil „die Liebe Christi uns drängt“ (2 Kor 15,14), darum tat Paulus „alles um des Evangeliums willen, um an seiner Verheißung teilzuhaben (1 Kor 9,23).

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Die bleibende Botschaft von Lourdes

Samstag, 31. Mai 2008 von Pater Stefan

lourdes.jpgHeute Abend, am letzten Tag des Marienmonats Mai, findet in den Vatikanischen Gärten an der Lourdesgrotte das Rosenkranzgebet und eine Lichterprozession mit dem Hl. Vater statt. In diesem Jahr gedenken wir des 150jährigen Jubiläums der Erscheinungen Unserer lieben Frau in Lourdes. Aus diesem Anlass will der Hl. Vater diesen größten Marienwallfahrtsort Europas im September besuchen.

In der Grotte Massabielle ist 1885 die Immakulata achtzehn Mal der Hl. Bernadette Soubirous erschienen. Der Diener Gottes Papst Pius XII. charakterisierte Lourdes folgendermaßen: „Lourdes ist ein Tabor der Hl. Eucharistie, ein Magnificat der Marienliebe und eine Hochschule des heroischen Leidens.“ Den Rest des Eintrags lesen »

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Ich vergesse dich nicht (8. So im JK, Jes 49,14-15; Mt 6,24-34)

Samstag, 24. Mai 2008 von Pater Stefan

Folgende Szene ist uns allen sicherlich vertraut, wenn eine Mutter ihr kleines Baby in den Armen hält, es wiegt, herzt, mit ihm schmust, bedächtig mit ihm spricht, kurz gesagt, einfach liebevoll mit ihm umgeht. Nicht selten springt dann der Funke beim Betrachter über, eine positive Stimmung breitet sich aus. Intuitiv spüre ich dann, bestimmt auch Sie, dass eine Mutter mit Fürsorge, Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Trost und Schutz in Verbindung gebracht werden kann.

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Dreifaltigkeitssonntag

Sonntag, 18. Mai 2008 von Pater Klaus

hochaltarbild.jpgMit dem Herzen an den Glauben herangehen

Liebe Mitchristen, wir feiern heute, am Sonntag nach Pfingsten, den Dreifaltigkeitssonntag. Dreifaltigkeit – nicht nur ein seltsamer, ungewohnter Begriff, sondern ein Bestandteil unseres Glaubens, der sich so gar nicht in unser Denken einfügen will. Drei Personen – Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott Heiliger Geist, aber nur ein Gott, nur ein Wesen – das kann man nicht begreifen. Theologen und Philosophen haben sich darüber die Köpfe zerbrochen. Aber gerade mit dem Kopf sollten wir nicht zuerst an unseren Glauben herangehen. Denn der Glaube an die Dreifaltigkeit ist etwas fürs Herz: Er besagt ja nichts anderes, als dass unser Gott ein Gott ist, dem es nicht nur an Gemeinschaft gelegen ist, sondern der selbst, in sich, Gemeinschaft ist. Wir haben nicht nur einen Gott, der das Leben geschaffen hat, sondern einen Gott, der in sich lebendiges Geschehen ist. Und da müsste unser Herz tatsächlich höher schlagen – der uns in seine innigste Liebesgemeinschaft hineinnehmen will. Wir sind dazu berufen, in die Dreifaltigkeit Gottes, also in das vollkommene Leben selbst, hineingenommen zu werden.

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Komm, Heiliger Geist!

Sonntag, 11. Mai 2008 von Pater Gabriel

pfingsten.jpgEine wunderbare Meditation zur Pfingstsequenz von Maria- Anna Leenen, einer Diözesan-Eremitin in der Diözese Osnabrück, finden sie hier >>>

Ebenso die Predigt des Diözesanbischofs von Regensburg, Dr. Gerhard Ludwig Müller, zum Pfingstfest >>> 

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Ich stehe an der Tür und klopfe an…

Dienstag, 1. Januar 2008 von Pater Lukas

tuer.jpgWer von uns hat nicht schon einmal vor einer verschlossenen Tür gestanden, neugierig vielleicht, oder voll froher Erwartung. Vielleicht aber auch ängstlich, unsicher. Wird jemand öffnen? Ist jemand zu Hause? Wie werde ich empfangen? Bin ich willkommen? Oder lässt man mich draußen stehen? Was ist wohl hinter dieser verschlossenen Tür? Wir stehen heute an der Schwelle zu einem neuen Jahr. Noch ist die Tür verschlossen, noch sind uns Blick und Schritt hinüber verwehrt. Wir schauen zurück auf den Weg des vergangenen Jahres mit allem Auf und Ab. Bis hierher hat der Herr geholfen. Diese Erfahrung gibt Zuversicht und Vertrauen, für den Übergang vom Alten und Vertrauen ins Neue und Ungewisse. Trotzdem bleibt die bange Frage. Was wird das neue Jahr bringen? Glück oder Unglück? Welche Freuden und Erfolge, welche Enttäuschungen und Probleme warten auf uns jenseits der Schwelle? Dürfen, ja können wir trotz der Eigenmächtigkeit und des Allmachtsanspruches heutiger Forschung und Wissenschaft, die sich oft sozusagen selber zu Gott machen will, auch in Zukunft auf Gottes Hilfe vertrauen? Entgleitet die Schöpfung nicht mehr und mehr seinen Händen? Gerade an der Schwelle eines neuen Jahres ängstigen solche Fragen viele Menschen, ja treiben sie in die Verzweiflung. Auf den Notfallstationen der Kliniken wird auch in dieser Nacht wieder Hochbetrieb sein! Bis hierher hat der Herr geholfen, wie aber weiter? Den Rest des Eintrags lesen »

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