Diese alte Weisheit steht über dem Gekreuzigten in unserem Kloster Schwarzenfeld / Oberpfalz im Klausurgang. Und zu Recht passt dieser Lobpreis auf das Kreuz. Es ist ja das Symbol des christlichen Glaubens. Das österliche Geheimnis von Tod und Auferstehung steht im Mittelpunkt unseres Glaubens, an dem kommt niemand und schon gar kein Christ vorbei. Jesus hat uns durch seinen blutigen Kreuzestod und seine sieghafte Auferstehung von der Sünde und den Mächten des Bösen befreit. Das Kreuz ist Zeichen des Lebens, der Hoffnung, nicht Zeichen des Todes, der Verzweiflung. Denn durch das Holz des Kreuzes kam Freude in alle Welt.
Im Advent denken wir daran, wie einst der Sohn Gottes Mensch wurde, um „sein Volk von seinen Sünden zu erlösen“ (Mt 1, 21). Hier haben wir die eigentliche Begründung für die Menschwerdung, wie es heute das Tagesevangelium unterstreicht. Gleichzeitig sehen wir, wie eng das Weihnachtsgeheimnis mit den österlichen Heilsgeheimnissen von Tod und Auferstehung des Herrn verbunden ist. Unser heutiges Tagesgebet, welches wir sonst immer beim Angelus beten, verweist genauso auf diesen Zusammenhang: „Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes erkannt. Führe uns durch sein Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung.“
Manchmal können Lieder diese christliche Frohe Botschaft ebenso gut vermitteln, wie zum Beispiel das aus dem Eichsfeld stammende Adventslied: „Maria durch ein Dornwald ging“. Auf den ersten Blick erscheint darin alles wie im Märchen, gerade dann, wenn von den blühenden Dornen die Rede ist, welche Rosen tragen. Doch in diesem Lied verbergen sich ganz tiefe Aussagen, die wir nun ein wenig entdecken wollen. Den Rest des Eintrags lesen »
Der „Kampf ums Dasein“: Dieser biologische Grundsatz von Charles Darwin ist für viele Menschen ein Grundsatz, immer die vordersten Sitze im Leben haben zu wollen. Das man nach seinen besten Möglichkeiten strebt, ist aus christlicher Sicht schon in Ordnung, doch dieses darf niemals auf Kosten anderer gehen. Jesus jedenfalls will, dass unser Potential optimal genutzt wird und das geht nur in Verantwortung mit und für den Nächsten. Er fordert in der Liebe immer verschwenderisch zu sein und zu handeln, wenn es im Tagesevangelium heißt: „Wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten“(Luk 14, 13f). Den Rest des Eintrags lesen »
Reinste Verschwendung – so könnte man nach dem Weinwunder zu Kana denken. Erst ist nicht genug Wein da und dann sind 600 Liter vorhanden. Die reinste Verschwendung! Doch das ist gerade das Zeichen des heutigen Tages. Dort, wo Gott wirkt, da ist er nicht knauserig, sondern total großzügig, eben verschwenderisch. Es ist kein Zufall, warum das erste öffentliche Wunder bei einer Hochzeit stattfindet. So wie der Bräutigam und die Braut sich vermählen, so vereinigt sich Gott mit seinem Volk. Den Rest des Eintrags lesen »